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Der erste Wasserflug Termin in diesem Jahr ist am Dienstag den 30.04. ab 20:00 Uhr bis Sunset am Badesee in Niederroden.

Erlaubt sind Elektro Modelle bis 5,0 KG. Modellboote sind AUSDRÜCKLICH nur im Strandbereich zulässig.

von Ralf Kaiser

Es schneit, endlich Winter!
Eigentlich ist das kein Flugwetter da draußen, aber wenn schon mal Schnee liegt, sollte man auch mal mit Kufen fliegen. Ich hatte noch kein Modell mit Kufen ausgerüstet, da fiel mein Blick auf die PBY Catalina. Der Rumpf stand seit dem Wasserflugtreffen im Oktober noch immer auf der Werkbank. Er war stark undicht und ich hatte noch keine geniale Idee wie ich ihn abdichten sollte.
Flugboote gehen erfahrungsgemäß recht gut auf Schnee. Die Catalina ist ja noch startklar und die beiden 4S Lipos sind auch fast voll. Also los.

Am Flugplatz lag eine ca. 1 cm dicke mehr oder weniger unterbrochene Schneeschicht. Es hatte aufgehört zu schneien und es blies nur ein sehr sanfter Luftzug aus Südwest. Es war auch gar nicht so kalt. Super eigentlich! Akku einbauen, alles nochmal durchchecken. Die Stützschimmer aber ich vorsichtshalber erst mal nicht runtergefahren, damit sie bei Berührung mit dem ungewöhnlichen Element Schnee nicht abbrechen.

Ich gebe vorsichtig Gas. Auf Wasser war das ja schon ein Problem. Bereits bei langsamer Geschwindigkeit bildete sich eine riesige Bugwelle, die genau in die Propeller ging. Diese erzeigten dann einen mächtigen beeindruckenden „Spray“ aber leider keinen Schub mehr. Hier „On Ice“, oder besser Schnee, völlig anders, die Catalina zog willig los, lies sich sofort über die Querruder geraderichten und hob nach ein paar Metern sauber ab. Eh, die fliegt ja richtig gut, ich hatte das beim Wasserflugtreffen gar nicht so richtig registriert, weil mich der undichte Rumpf und das blöde Startverhalten mächtig geärgert hatte. Ein bisschen Tiefenruder nachtrimmen und alles war super. Die China Billig Motore der 38er Serie sind weit mehr als ausreichend. Ich kann gleich nach dem Start die Leistung deutlich reduzieren. Das Flugverhalten ist butterweich und gutmütig. Bedingt durch den recht kurzen Rumpf ist die Catalina um die Hochachse etwas empfindlich. Ich hatte aber schon mal einen ASX3 Empfänger eingebaut und zwei Kreisel „Gain“ voreingestellt. In der höheren Stufe mit 50% Gain auf der Hochachse ist alles wie geschmiert. Auch Rollen und Loopings sind kein Problem, wobei die Catalina sicherlich kein Kunstflugmodell ist. Mit dem eingestellten Gain von 30% auf dem Höhenruder lassen sich wunderschöne tiefe Überflüge verwirklichen, mit Vollgas, im Langsamflug mit Schwimmer unten, die Catalina hat wirklich ein sehr schönes ungewöhnliches Flugbild, besonders über schneebedeckter Landschaft.

Der erste Anflug gelingt sofort, mit etwas Schleppgas kommt die Catalina im flachen Endanflug rein und setzt sich sanft in den Schnee. Ich starte gleich durch und fliege noch einige „Touch and Go“. Im Endanflug muss man die Catalina allerdings mit etwas Gas bei Laune halten. Sie mag es nicht wenn man das Gas ganz rausnimmt. Wahrscheinlich bremsen die 9“ Dreiblattprops mit nur 6“ Steigung sehr stark ab. Die Catalina wir dann sofort langsam und die Landung wird nicht besonders schön. Also immer etwas Leistung stehen lassen und mit genug Fahrt anfliegen, beim Ausflairen wird sie sofort langsam.

Das Ganze hat so viel Spaß gemacht, dass ich die beiden 4 Zeller gleich leergeflogen und wieder geladen habe. Der 4 Zeller mit 4000mAh zeigte sich nach 5 Minuten Flugzeit, vieles davon mit Vollgas, überhaupt nicht beeindruckt. Er war nicht mal so warm, dass ich hätte meine mittlerweile eiskalten Finger daran wärmen können. Beim Laden sind gerade mal 2000mAh reingegangen. Alles in Allem ein perfekt ausgelegter Antrieb.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Catalina auch auf etwas feuchtem Rasen genauso gut starten und landen wird und damit könnte sie sich durchaus zu meinem Lieblingsmodell für den Rest des Winters entwickeln.

Die Catalina kann bei mir als Fertigmodell oder als Teilesatz bestellt werden. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Noch ein Tipp zum Lipo, ich wurde gefragt, ob man bei diesen Temperaturen überhaupt noch mit Lipos fliegen kann. Das ist gar kein Problem, ich wärme die Lipo’s zuhause etwas vor, indem ich sie auf die nicht allzu heiße Heizung stelle, aber grundsätzlich NUR im feuerfesten Behälter. Ich habe dafür einen ausgedienten Brotkasten aus Keramik. Vom Einstecken in die Hosentasche rate ich dringend ab. Ich hab schon von Fällen gehört, wo hierbei am Stecker ein Kurzschluss entstanden ist. Man kann sich sicherlich vorstellen was passiert, wenn ein Lipo in der Hosentasche blöd wird.

Die Catalina findet man wenn „Catalina 3D print“ sucht.

Viel Spaß beim Drucken

Dezember 2018, derPräsi

Das war ein großartiges Wasserfliegen. Wir bedanken uns bei allen Piloten und Gästen und vor allem bei der Stadt Rodgau und dem Team vom Strandbad.

In ein paar Wochen ist es wieder soweit, wenn auch den letzten hartgesottenen Badegästen das Wasser zu kalt geworden ist, wird die Wasserfläche wieder von den Modellfliegen aus Dietzenbach genutzt.

Am 7. und 8. Oktober findet das Wasserflugtreffen des Flug und Modellbau Club Dietzenbach nunmehr zum fünften Mal statt, am Badesee in Rodgau Nieder Roden, oder wie die Einheimischen sagen „St. Tropez am Baggersee“.

Zu sehen ist alles was Fliegen und Schwimmen kann, vom Oldtimer der Schneiderrennen aus den zwanziger Jahren bis zum Großmodell mit knapp 20 kg wird alles vertreten sein. Aber auch die im Wasserflug weniger versierten Piloten können gerne Ihre Fun Cup und Co. mit Schwimmern versehen und hier testen.

Alle Gastpiloten sind herzlich willkommen. Für eine Startgebühr von 5.-- € kann den ganzen Tag beliebig oft von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geflogen werden. Einzige Bedingung: es muss vom Wasser gestartet und auch gelandet werden. Das gilt auch für Hubschrauber und Multikopter.

Achtung: Unbedingt Kenntnissnachweis vorlegen!
Nähere Informationen unter https://www.dmfv.aero/

Wir freuen uns selbstverständlich auch über alle Zuschauer, die sich diese sicherlich nicht alltäglichen Flugvorführungen nicht entgehen lassen wollen. Der Eintritt ist frei. Die Zufahrt und der Zuschauerparkplatz ist der reguläre Parkplatz für den Badesee.

Den Piloten ist es gestattet die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge an der Ampelkreuzung zu nutzen und nach dem Ausladen, Ihr Fahrzeug auf den Parkflächen um das Nord Tor zu parken.

Erfrischungsgetränke, heißer Kaffee und Kuchen stehen bereit solange der Vorrat reicht.

Wir freuen uns auf Euer Kommen,

der Vorstand des FMCD

Der Kalender stand auf 06. August und in Dietzenbach reihten sich wieder zahlreiche Zelte und Pavillons aneinander. Sie sollten Schutz vor der Sonne bieten. Grund dieses Ereignisses war das RC-Heli Treffen unseres Clubs, dass auf dem vereinseigenen Gelände am Sandhorst statt fand.

Die ersten Piloten konnten wir schon am Freitag mit ihren Wohnmobilen begrüßen. So kam es natürlich, nach dem Aufbau unseres Sicherheitsnetzes und des Grillstandes, zu den ersten beeindruckenden Flügen.

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Kaum war es Samstag 10 Uhr, der Parkplatz war längst restlos überfüllt, konnte man ein reges Treiben im Vorbereitungsraum des Flugfeldes feststellen. Es reihte sich Heli an Heli, vom Trainer, über Rumpfheli, bis zum 2,30 großen Scalenachbau. Ob Verbrenner, Elektro oder Turbinenheli, es war alles am Start. Die Startreihenfolge regelten unsere beiden Flugleiter und Stephan Langhammer moderierte wie in den vergangenen Jahren, mit großem Fachverständniss das Geschehen. Um die Mittagszeit rückte natürlich unser Grillteam um Jürgen Kaiser, immer mehr in den Vordergrund. Durch ihre langjährige Erfahrung, stellte sie der Andrang jedoch vor keine Probleme. Mit einem lockeren Spruch wurde Gast für Gast zufrieden gestellt und es gab keine langen Schlangen, wie man sie von anderen Veranstaltungen her kennt. Samstag Abend konnte man sich zu einigen Piloten gesellen, die den Tag an unserer Hütte ausklingen ließen. Der Sonntag verlief im allgemeinen, wie der vorhergehende Tag, mit dem Unterschied, dass sich die Pilotenzahl etwas verringerte. Als Fazit kann man sagen, dass es wieder ein gelungenes Wochenende war, mit einigen Highlights, leider mit etwas abnehmender Teilnehmerzahl.

Mittlerweile zum vierten Mal haben wir Modellfliegerfreunde von nah und fern zu uns nach Dietzenbach zum Doppeldecker Treffen (Doubble D-Day) eingeladen. Wir haben die Modellpalette in diesem Jahr auf Doppeldecker UND Oldtimer erweitert, was auch großzügig angenommen wurde. Bereits am Samstag morgen kamen die Fliegerfreunde aus den benachbarten Vereinen und bauten Ihre zum Teil gigantischen Doppeldecker und Oldtimer auf. Obwohl der Wetterbericht nicht allzu gutes Flugwetter vorhergesagt hatte, waren bis zum Nachmittag eine Vielzahl von Modellen im Vorbereitungsraum, der langsam schon zu klein zu werden schien.

Wer behauptet in Dietzenbach könne man nur Hubschrauber fliegen, aber keinesfalls Großmodelle, der wurde heute eines besseren belehrt. Ein riesiger Focke Wulf Stieglitz, angetrieben von einem 7 Zylinder Seidel Sternmotor, hob leichtfüßig auf der vom Platzwart bestens präparierten Graspiste ab. Nach beeindruckendem Display schwebte der Stieglitz aus knapp 100 m im Endanflug im „Californischem Riesenslip“ gekonnt durch die Waldschneise und setzte sauber in der ersten Hälfte der Piste auf. Von wegen kurzer Platz, ---Fehlanzeige.

Auch die JU-52 (Tante JU) mit 3,25m Spannweite angetrieben von 3x 11,5 ccm Viertakt---mit Bordanlasser---, hatte keinerlei Probleme mit dem Gelände. Naturgetreu zeigte uns der Pilot und Erbauer mit seiner Tante Ju langsame Überflüge über unser Gelände, kaum vom Original zu unterscheiden.

Das am meisten gezeigte Modell war erwartungsgemäß die DH Tiger Moth. Die Motten waren in nahezu jeder Spannweite vorhanden, angetrieben von Elektro-, Viertakt- und Getriebemotor.

Ein sehr ungewöhnliches Flugbild lieferte ein Albatros D3 mit geteiltem oberen Flügel. Dies wurde damals so konstruiert um dem Pilot ein besseres Sichtfeld zu ermöglichen.

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Auch einige Modelloldies waren zu sehen, so ein Hobo mit klassischem Methanol Zweitakter. Ebenso war der Doppeldecker-Winzling Zaunkönig viermal vertreten. Zwei mit modernem Brushless Antrieb, beeindruckend rasant und wendig, aber auch noch zwei mit dem klassischen Cox 0,8 ccm. Wie auch früher schon, waren die Cox Freunde hauptsächlich am Einstellen, die Flugfreude dauerte meist nur wenige Sekunden, da der Cox halt nicht gerne läuft.

Von Seiten des Vorstandes sind wir mit der Veranstaltung äußerst zufrieden, wir bedanken uns ganz, ganz herzlich bei allen Gästen für das Kommen und die wunderschönen Modelle. Der Doubble D-Day wird garantiert nächstes Jahr wieder im Juli stattfinden, der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Herzliche Dank und „Smoke ON“

Vom FMCD i.A. Ralf Kaiser