Wasserflugtreffen des FMCD am 8. & 9. Oktober 2016

Am Donnerstag vor dem Wasserflugtreffen gab es nochmal einen Ortstermin am Badesee. Die Badeinseln im Bereich FKK Strand schwammen noch immer munter vor sich hin, was eine Nutzung der Wasserfläche in diesem Teil des Sees nahezu unmöglich macht. Aber am Textilstrand waren die Badeinseln schon an Land gezogen worden und hier gab es eine große freie Wasserfläche. Kurzerhand wurde die Steuerstelle um einige Meter nach Süden in den Bereich des Textil Strandes verlegt. Aufgrund der Ufer Form hier schien das zunächst etwas ungünstig, aber die Erfahrung der nächsten Tage hat gezeigt, dass es hier eigentlich viel besser zu Fliegen ist.
Mittlerweile haben die Verantwortlichen für den Badesee auch ein großes Vertrauen in unseren Verein, sodass uns der Schlüssel für das Tor schon am Donnerstag ausgehändigt wurde, so hatten wir das ganze Wochenende freien Zugang zu dem Strand.
Der Aufbau am Freitag war schnell erledigt, und die ersten, die es gar nicht mehr erwarten konnten, setzten ungeduldig Ihre Modelle ins Wasser. Bald waren alle Fun Cubs und sonstigen Schaumwaffeln auf Schwimmer einmal durchs kühle Nass gepflügt und auch das Bergeboot hatte schon den einen oder anderen Einsatz.

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Der Samstag begann etwas trüb aber zumindest windstill. Schon bald füllte sich der Textilstrand mit einer großen Menge von Wasserflugzeugen, zumeist einfache Schaummodelle auf Schwimmer, aber auch einige Flugboote. Zwischen drin waren aber auch schon einige interessante Rennflugzeuge der Schneider Trophy Serie zu erkennen.
Die maximale Anzahl der Modelle in der Luft wurde von der Flugleitung auf drei limitiert, so entstand auch schon bald eine deutliche Warteschlang. Von Zeit zu Zeit konnte man sehr deutlich das schrille Kreischen eines Rennmotor-Testlaufes hören. Dann war ein Schneider Racer am Start. Spektakulär die Macchi M72, ein Sebart Nachbau, der eigentlich nicht für hohe Geschwindigkeiten konstruiert war. Aber zwei unserer Mitglieder haben die M72 umgebaut und für Flugzeugrennen optimiert. Das Siegermodell der diesjährigen Schneider Trophy ist mit zwei Elektromotoren ausgerüstet. Als Koaxialantrieb treiben die beiden Motore zwei gegenläufige Propeller auf einer Welle. Die Leistung in dem knapp 1,6 m großen Modell liegt bei 3 KW. Geschwindigkeiten über 200 km/h sind durchaus üblich, wobei hier aus Sicherheitsgründen nicht Vollgas geflogen wurde. Dennoch beeindruckend das schrille aber nicht unangenehme Propellergeräusch. Eine weitere Macchi M72 , jedoch nur mit einem Propeller hatte eine Leistung von unglaublichen 5 KW installiert. Maximal 2 Sekunden Vollgas, so sagt der Pilot, sonst ist sie weg. Der Installierte GPS Fahrtmesser zeigt 202 km/h Spitzengeschwindigkeit.
Weitaus ruhiger ging es da bei den vielen Piper Nachbauten zu. Die PA18 oder J3 waren in unterschiedlichen Maßstäben vertreten. Hier kommt es auch weniger auf das Fliegen an, als auf das Starten und Landen am Wasser. Ein Highlight war sicherlich am Sonntag eine Piper J3 Maßstab 1:3 mit 3.3 m Spannweite und 17 kg Startgewicht. Wie an der Schnur gezogen hob die Piper kaum spürbar von der Wasseroberfläche ab. Zunächst einige gemütliche Scale Überflüge, aber dann zeigte der Pilot was der eingebaute 75 ccm 3 W zu leisten vermag. Das Komplette Kunstflugprogramm inklusive Torquen ist mit dieser Piper machbar, unterstützt von dem gewaltigen Smoker, der jede Figur nochmal sehr eindrucksvoll am Himmel abzeichnete. Aber auch hier, am schönsten sind die Landungen, mit diesem Modell Wellness für die Augen.

Am Ende der beiden Tage haben wir ein deutlich positives Fazit von der Veranstaltung gezogen und es wird auch 2017 wieder ein Wasserflugtreffen am Badesee in Rodgau geben. An dieser Stelle auch nochmal ein herzliches Dankeschön an die verantwortlichen der Stadt Rodgau.